Handtherapie
Handtherapie ist ein spezialisierter Bereich der Physiotherapie und Ergotherapie, der beide Berufsbilder zusammenführt und dem Patienten damit eine optimale Therapie für die Wiederherstellung der Handfunktion nach Operationen, Verletzungen und bei Erkrankungen der Hand bietet.
Das Nikolaizentrum Leipzig als ambulantes Operations- und Behandlungszentrum im Schwerpunkt Handchirurgie stellt mit der Gesellschaft – HAND-AKTIV GmbH – die Basis für ein hochspezialisiertes Therapieangebot für Handtherapie im Zentrum von Leipzig bereit. In der Handtherapie finden sich speziell geschulte Physiotherapeuten und Ergotherapeuten zu einem fachübergreifenden Therapiekonzept zusammen.

Leistungsspektrum
Behandlung nach Verletzungen und operativen Eingriffen, ebenso folgende Krankheitsbilder der oberen Extremität:
- konservativ
- operativ
- Karpaltunnelsyndrom
- Pronator-teres-Syndrom
- Lacertus-fibrosus-Syndrom
- Kiloh-Nevin-Syndrom
- Sulcus-ulnaris-Syndrom
- Loge-de-Guyon-Syndrom
- Radialtunnelsyndrom
- Wartenberg-Syndrom
- Plexusverletzungen
- Kapselruptur
- Bandruptur
- Bänderdehnung
- Ringbandstenose und Ringbandspaltung
- Arthrolyse
- Nachbehandlung nach Kleinert
- Beugesehnentenolyse
- Nachbehandlung nach Kleinert-Reverse
- Early Passive Motion
- Early Active Motion
- Strecksehnentenolyse
- Morbus Dupuytren
- Enchondrom
- Ganglion
- Hauttransplantation
- Lappenplastik
- Verbrennungen
- Verbrühungen
- Arthrodese
- Trapezektomie
- Implantation von Endoprothesen nach degenerativer und posttraumatischer Arthrose
- Touch-Prothese
- Amputation im Schulterbereich
- Oberarmamputation
- Ellenbogenexartikulation
- Unterarmamputation
- Handgelenksartikulation
- Handamputation
- Teilhandamputation
- Fingeramputation
- CRPS Typ I und II
- Arthrose, Rhizarthrose, Heberden-Arthrose, Bouchard-Arthrose
- Rheumatoide Arthritis
- Sklerodermie, Kollagenosen, Mischkollagenosen
- Fibromyalgie
Geschult im Umgang mit verschiedenen Prothesensystemen
Unser Team ist mit den Prothesensystemen (myoelektrisch und mechanisch) verschiedener Hersteller vertraut und geschult. Sie finden uns auch in den entsprechenden Verzeichnissen, z. B. bei OttoBock.



Motorisch-funktionelle Behandlung
Die motorisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktionen mit und ohne Beteiligung des peripheren Nervensystems und daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Es werden motorische Fähigkeiten, die der Mensch für den Alltag und Beruf benötigt, erarbeitet und trainiert.

Sensomotorisch-perzeptive Behandlung
Sie umfasst Maßnahmen zur/zum Desensibilisierung bzw. Sensibilisierung der Sinnesfunktionen, Verbesserung der Körperwahrnehmung.
Des Weiteren Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Anbahnung physiologischer Bewegungsmuster, Tonusnormalisierung, Verbesserung der Bewegungskoordination, Verbesserung der Schreibmotorik.

Thermische Anwendung
Thermische Anwendungen ergänzen eine motorisch-funktionelle oder sensomotorisch-perzeptive Behandlung. Die Anwendungen können zur Schmerzbehandlung, Entspannung, Lockerung oder Durchblutungsförderung eingesetzt werden.
Wärmeanwendungen wie z. B. warmes Kiesbad, Paraffin, Kirschkernkissen oder die heiße Rolle erwärmen den Muskel und die zu behandelnden Strukturen. Resultierend aus dieser auftretenden Entspannung des, Behandlungsgebietes lassen sich Kapsel- und Sehnenapparat besser dehnen und bearbeiten.
Kälteanwendungen, wie kühlender Raps, Kühlpacks oder Eistauchbäder wirken auftretenden Entzündungen und/ oder Ödemen entgegen.
Kohlensäurebäder wirken sich positiv auf die Fließeigenschaften des Blutes aus und fördern somit die Durchblutung. Die Sauerstoffaufnahme im Blut und in den Zellen wird gesteigert. Kohlensäurebäder wirken schmerzlindernd und allgemein beruhigend.
Thermische Anwendungen können von Ihrem Arzt als ergänzendes Heilmittel zusätzlich zu Ihrer ergotherapeutischen Behandlung verordnet werden.


Schienenherstellung
Ein Spezialgebiet in der Handtherapie ist die Herstellung von statischen und dynamischen Schienen aus thermoplastischen Material. In unserer Einrichtung erfolgt eine Entwicklung von Schienen nach Maß für Finger, Hand und Unterarm in Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten sowie die Betreuung und eventuelle Korrektur der Schienen je nach Stadium.
Wir stellen bei rheumatologisch, orthopädisch, neurologisch oder traumatologisch bedingten Einschränkungen der Handfunktionen prä- und postoperativ Schienen her. Die Schienen dienen zur Kontrakturprophylaxe, dynamischen Quengelung, Lagerung oder zur Korrektur von Fehlstellungen.
Folgende Schienenarten werden in unserer Einrichtung hergestellt:
- Streckquengelschienen für Finger und Daumen
- Beugequengelschienen für Finger und Daumen
- Handgelenksstreckquengelschiene
- Handgelenksbeugequengelschiene
- Beugesehnenfunktionsschiene nach Kleinert für Finger und Daumen
- Strecksehnenfunktionsschiene nach Kleinert für Finger und Daumen
- Daumenlagerungsschiene mit und ohne Handgelenkseinschluss
- Lagerungsschiene für den Unterarm
- Fingerlagerungsschienen
- Extensionsschienen nach Stack für Mittel- und Endgelenk
- Korrekturlagerungsschienen, z.B. Antiulnardeviationsschiene
- Radialisfunktionsschiene
- Medianusschiene (Opponensschiene)
- Ulnarisschiene
- Extraanfertigungen




Manuelle Therapie
Die manuelle Therapie nutzt spezielle diagnostische und therapeutische Verfahren zur Auffindung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates.
Durch manualtherapeutische Grifftechniken wird im Rahmen des Befundes die genaue Lokalisation der Störung, z.B. an Gelenken, Muskulatur oder neurologischen Strukturen ermittelt und analysiert.
Allgemeine Krankengymnastik
In der Krankengymnastik wird aktiv gegen bestehende Funktionseinschränkungen und Schmerzzuständen gearbeitet. Diese entstehen, z.B. durch muskuläre Dysbalancen, die durch eine gezielte Kräftigung der defizitären Muskulatur behoben werden können.
In der Krankengymnastik wird durch fachgerechte Anleitung ein Übungsprogramm für das selbständige Trainieren zu Hause erstellt, um den dauerhaften Trainingserfolg zu gewährleisten.


Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Behandlungstechnik, die durch Dehnreize auf der Haut den Abtransport der Lymphflüssigkeit positiv unterstützt.
Diese spezielle Massagetechnik verbessert die Lymphangiomotorik, d. h. den Fluss der Lymphflüssigkeit (Wasser, Eiweiße, Zellen, Fett, Hyaluronsäure) und regt die Lymphgefäße zur Neubildung an.
Massage
Bei der Massage wird durch mechanische Reize Einfluss auf Haut, Unterhaut, Muskulatur, aber auch auf den gesamten Organismus genommen. Dies ist abhängig von der Art der durchgeführten Massagetechnik, wie: klassische Massage, Bindegewebsmassage, Segmentmassage und Zentrifugalmassage.

Elektrotherapie und Ultraschall
Es werden Niederfrequenz- und Mittelfrequenzströme verwendet, um verschiedene Pathologien zu beeinflussen. Es können mittels Reizströmen, Exponentialströmen und Rechteckimpulsen Denervierungen behandelt werden, die einer Atrophie der Muskulatur entgegen wirken. Eine Sonderform stellt die Iontophorese von Arzneimitteln über die Haut in Kombination mit Gleichstrom dar.
Wärmetherapie (Fango)
Fango ist ein Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs. Er wird auf eine Temperatur von ca. 50° erhitzt und auf den betroffenen Bereich aufgelegt. Anschließend wird der Körper in Decken gehüllt, um eine optimale Wärmespeicherung zu gewährleisten.
Diese Art der Wärmetherapie fördert die Durchblutung, lindert Schmerzen, entspannt die Muskulatur und lockert das Bindegewebe. Nach der Anwendung werden die Packungen umweltgerecht entsorgt.
Kältetherapie
Als Kältetherapie bezeichnet man den gezielten Einsatz von Kälte, um einen therapeutischen Effekt zu erzielen. Die Applikation erfolgt lokal oder dynamisch und dient der Schmerz- und Stauminderung bei akut entzündlichen Gelenken und der Entzündungshemmung.
Weiterhin dient es der Tonuserhöhung bei schlaffen Lähmungen, klassische Massage, Bindegewebsmassage, Segmentmassag. und Zentrifugalmassage.

Prothesentraining
Die Prothesenversorgung optimieren wir durch die Kombination von ergo- und physiotherapeutischer Behandlung in Zusammenarbeit mit Orthopädietechnikern. Das Prothesentraining umfasst ein individuelles und ganzheitlich auf den Patienten abgestimmtes Behandlungsprogramm. Eine Besonderheit stellt das Austesten und Auftrainieren von Muskelsignalen mittels entsprechender Software dar. Ein gezieltes Ansteuerungstraining von Muskelgruppen, deren gute Steuerung und Funktion die Voraussetzung für die Versorgung mit einer myoelektrischen Prothese ist.
Die Voraussetzung für eine Versorgung mit einer myoelektrischen Prothese ist die muskuläre Ansteuerung, d. h. das muskuläre Auslösen eines Auf- und Zu-Signals, um die Prothesenfunktionen nutzen zu können.
Mit Hilfe einer speziellen Software und dazugehörigen Elektroden, können wir als Therapeuten zusammen mit den Patienten die passenden Elektrodenpunkte festlegen die die Muskelsignale auftrainieren.
Die Akzeptanz für das Tragen einer Prothese ist sehr wichtig. Bestandteile der ersten Therapieeinheiten sind daher die Vorbereitung der Haut, Weichteil- und Stumpfverhältnisse, die Integration des Längenersatzes in den Alltag und das Erlernen von Kompensationsmechanismen.
Kinesiologisches Tapen
Dies ist eine ergänzende Heilmethode, die vom japanischen Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelt wurde. Ziel ist es, die körpereigenen Heilungsprozesse durch ein spezielles Material und die entsprechende Anlagetechnik zu unterstützen.
Das kinesiologische Tape ist den Eigenschaften der Haut nachempfunden und übermittelt dadurch sensorische Informationen an unseren Körper.

Schmerztherapie
Mithilfe einer systematischen Anamnese werden die Schmerzen, deren körperliche Symptome und deren psychische und soziale Auswirkungen analysiert. Mit unterschiedlichen Methoden aus der klassischen und alternativen Therapie wird diesen gezielt entgegengewirkt. Die Schmerztherapie integriert eine Vielzahl an verschiedenen Behandlungsmethoden.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf verschiedenen Ebenen:
- viszeral – innere Organe
- lokal – struktuelle Therapie an Ort und Stelle
- faszial – Bindegewebe
- segmental – Wirbelsäule
- vegetativ – autonomes Nervensystem
Aus diesen Informationen werden viele unterschiedliche Therapieverfahren in ein einheitliches Gesamtkonzept gebracht.
Das Hauptziel ist es, die Lebensqualität der Patienten trotz ihrer Schmerzen zu steigern und ihre Selbstwirksamkeit im Umgang mit den Schmerzen zu optimieren. Die Therapeuten helfen dabei den Patienten, ihre Schmerzen besser zu verstehen und selbst aktiv beeinflussen zu können.
In der Schmerztherapie werden von unserem erfahrenen interdisziplinären Team unterschiedliche Behandlungsansätze miteinander kombiniert, um ein optimales Ergebnis für unsere Patienten zu erzielen.
Kinderhand
Angeborene Fehlstellungen der Extremitäten, Unfälle und Erkrankungen im Kindes- und Jugendlichenalter stellen eine wachsendes Problem dar. Um diese Patienten optimal zu versorgen, haben wir uns auf die handtherapeutische Behandlung der jungen Patienten spezialisiert. Insbesondere in den ersten Lebensjahren ist die optimale und physiologische Entwicklung der Kinderhand wichtig, da sie ein unerlässliches Werkzeug und Instrument darstellt, um die Aufgaben und Prüfungen des Lebens zu meistern.
In den wichtigen Lebensjahren vor dem Eintritt in die Schule können notwendige fein- und graphomotorische Fertigkeiten erlernt und optimiert werden. Die umfassende Versorgung der sich ständig entwickelnden Kinderhand stellt die Basis für die zukünftige Entwicklung dar.
Die therapeutische Arbeit an der verletzten und erkrankten Kinderhand erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und spezialisiertem Fachwissen. Eltern werden mit in den Therapieprozess eingebunden und umfassend aufgeklärt, um ihre Kinder im Alltag bestmöglich unterstützen zu können. Sie lernen ihre Kinder optimal zu fördern ohne sie zu unter- oder zu überfordern. Weiterhin erhalten alle Familienmitglieder auf diese Weise die Möglichkeit Traumata zu verarbeiten und gemeinsam mit ihrem Kind Fortschritte zu erzielen und Rückschritte zu akzeptieren. Wünsche und Bedürfnisse des Kindes werden in ein individuelles Heimübungsprogramm integriert und somit auf die jeweilige Situation der Familie angepasst. Auch das Einbeziehen von Geschwistern kann hierbei eine Rolle spielen. Im Rahmen der Behandlung werden aktive Bewegungen spielerisch erlernt. Somit können Bewegungsunsicherheiten und -ängste abgebaut werden.
Auch im Bereich der Prothetik ist in den letzten Jahren ein Zuwachs zu verzeichnen. Mit der optimalen prothetischen Versorgung kann der junge Patient notwendige Kompensationsmechanismen erlernen und den Alltag selbständiger meistern.

Spiegeltherapie
Die Spiegeltherapie gehört zu den kognitiven Therapiemethoden, die bei verschiedenen Krankheitsbildern, wie z. B. Phantomschmerzen, Zustand nach Amputationen, CRPS und anderen chronischen Schmerzzuständen eingesetzt wird.
Sie basiert auf neusten Erkenntnissen der Reorganisationsfähigkeit des Gehirns und dient somit der Schmerzlinderung bzw. Schmerzausschaltung.

Fußreflexzonenmassage
Durch die Aktivierung der Fußreflexzonen erzielen wir u.a. einen gesteigerten Lymphabfluss in den Armen und Beinen, lösen Muskelverspannungen durch eine Auflockerung des Gewebes und nehmen gezielt positiv Einfluss auf die Organe.
Die manuelle Behandlung am Fuß erfolgt im Liegen in entspannter Atmosphäre.
Die Fußreflexzonenmassage ist eine spezielle Art der Reflexzonentherapie. Das Abbild des Körpers, d.h. Organe, Extremitäten, Wirbelsäule werden in Kleinformat auf die Fußsohlen projeziert.

Musikertherapie
Die musikermedizinische Therapie beschäftigt sich mit der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Beschwerden, die durch das Musizieren entstehen oder beeinflusst werden. Sie richtet sich an Hobby- und Berufsmusiker und verbindet medizinisches Fachwissen mit spezialisierten Therapieansätzen für die besonderen körperlichen Anforderungen beim Musizieren. Typische Beschwerden betreffen Hände, Arme, Schultern, Nacken oder Rücken und entstehen häufig durch wiederholte Bewegungsabläufe, hohe Belastung, lange Übungszeiten oder ungünstige Haltungen am Instrument.
Die Therapie kombiniert je nach Beschwerdebild Elemente aus Handtherapie, Physiotherapie und Ergotherapie. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Bewegungsabläufe zu optimieren, die Feinmotorik zu verbessern und die Belastbarkeit beim Musizieren langfristig zu erhalten. Ergänzend können Haltungsschulung, Ergonomieberatung am Instrument, Mobilisations- und Stabilisationstraining sowie sensomotorische Übungen eingesetzt werden. Auch Themen wie Auftrittsbelastung, Körperwahrnehmung und Prävention spielen eine wichtige Rolle.
Die musikermedizinische Therapie ermöglicht eine individuelle und ganzheitliche Behandlung, abgestimmt auf Instrument, Spieltechnik und persönliche Anforderungen der Musiker.

Osteopathie
Nach einem ausführlichen Anamnesegespräch, erfolgt die Diagnostik und Behandlung. Die Untersuchung wird mit den Händen durchgeführt, wobei man das Gewebe Schicht für Schicht erspürt und dadurch tieferliegende Strukturen (Muskeln, Faszien, Knochen, als auch Nerven, Blutgefäße und die inneren Organe) wahrnimmt.
Die Fortsetzung der Behandlung und Anwendung osteopathischer Techniken hängt von den jeweiligen Untersuchungsergebnissen ab.
Osteopathie ist ein manuelles Diagnose- und Behandlungskonzept, bei dem der Mensch und nicht die Krankheit im Vordergrund steht. Es ist eine ganzheitliche Methode, die das Ziel hat, die Selbstregulierung des Organismus zu fördern. Man kann sie auch als „Heilen mit den Händen“ beschreiben.
Der Begründer der Osteopathie war der amerikanische Arzt und Chirurg Andrew Taylor Still, M.D. (1828 – 1917), dessen zentrale These war: „Alles Leben drückt sich in Bewegung aus.“ Die Grundannahme der Osteopathie ist, dass eine eingeschränkte Beweglichkeit von Körperteilen, Geweben und Organsystemen für viele Beschwerden im menschlichen Körper verantwortlich ist. Beispielsweise können durch Verletzungen oder Stress ausgelöste Spannungen in bestimmten Bereichen die Beweglichkeit des Körpers einschränken. Die dadurch entstehenden Funktionsstörungen können sich aufgrund von komplexen Wechselwirkungen auf andere Regionen des Organismus auswirken.

Modul A
Engmaschig gesteuerte und kontrollierte Therapie
- Tägliches Programm durch Handtherapeuten
- Physiotherapie und Ergotherapie
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen in enger Abstimmung
Verordnung und Abrechnung über Rezept und nach UV-GOÄ
Modul B
Handtherapeutische Früh-Rehabilitation
Vorherige Koordination von OP-Termin und Früh-Rehaprogramm. Keine Lücke bis zum Therapiebeginn postoperativ.
Abstimmung der genauen Dauer abhängig vom Therapieverfahren mit dem Kostenträger.
Das Programm dient in erster Linie zur Sicherung funktioneller Ergebnisse nach Operationen, bei denen das Risiko von Verwachsungen und Bewegungsstörungen besonders groß ist.
Das Programm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen mit täglicher Visite
- Wundbehandlung, Verbände, Verbandsmaterial, Schienenfertigung und Material
- Handtherapie vormittags und nachmittags jeweils 1 Stunde
- Appartementunterbringung, wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 5-10 Tage zur Sicherung frühfunktioneller Behandlung
Modul C
Erweiterte Ambulante Handtherapie (EAH)
Intensives Reha-Programm speziell für die Hand.
Vorgesehen für Behandlungsphasen, in denen noch keine Vollbelastung möglich ist.
Das Programm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen
- wöchentliche Teambesprechung und Patientenvisite
- Wundbehandlung, Verbände, Verbandsmaterial, Schienenfertigung und Material
- Handtherapie, Sporttherapie und Werkstatt täglich 4 Stunden
- Appartmentunterbringung, wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 2 Wochen (= 2 x 6 Tage)
Pauschalvergütung nach aktueller Preisliste
Modul D
Spezielle Handtherapeutische Rehabilitation (SHR)
Intensives Reha-Programm speziell für die Hand. Vorgesehen für Behandlungsphasen, in denen Vollbelastung möglich ist.
Dieses Programm ist besonders für Verletzte geeignet, die sich in einer fortgeschrittenen Phase der Rehabilitation befinden. Das Programm schließt Elemente der berufsbezogenen Verfahren speziell adaptiert auf die Bedürfnisse des Handverletzen ein.
Das Programm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen
- Standardisiertes psychologisches Screening und psychologische reha-Begleitung
- wöchentliche Teambesprechung und tägliche Patientenvisite
- Schienenfertigung und Material
- Handtherapie, Sporttherapie, Werkstatt und Arbeitsplatzbezogene Therapie täglich 6 Stunden
- Appartmentunterbringung, wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 3 Wochen (= 3 x 6 Tage)
Pauschalvergütung nach aktueller Preisliste
Modul E
Spezielles Reha-Programm mit dem Schwerpunkt Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und Funktionalität für den arbeitsplatzbezogenen Einsatz
Vorgesehen für die Behandlungsphase, in der das Ziel der Wiedereingliederung in den beruflichen Alltag im Vordergrund steht.
Das Programm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen
- Standardisiertes psychologisches Screening und psychologische Reha-Begleitung
- Schmerztherapeutische Betreuung
- Regelmäßige Teambesprechung und tägliche Patientenvisite
- 6stündiges Therapieprogramm
- Unterbringung in Appartements, wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Therapieinhalte:
- Arbeitsplatzbezogenes Handfunktionstraining
- Redcord
- Krafttraining Hand
- Arbeitsplatzbezogene Rückenschule
- Manuelle Therapie
- Manuelle Lymphdrainage
- Massage
- Sport
- Vegetative Techniken
- Thermische Anwendungen
Regeldauer: 2-3 Wochen bei 6 Therapietagen
Zielgruppen:
- Nach abgebrochener ABE
- Kein bestehendes Arbeitsverhältnis
- Keine betriebliche ABE möglich
- Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit vor Eintritt in den allgemeinen Arbeitsmarkt
Modul F
Aktiv gegen den Schmerz
Wenn der Schmerz im Vordergrund steht und die Funktion der Hand gravierend einschränkt und behindert, so ist ein multimodales Vorgehen notwendig. Die Suche nach der Ursache läuft parallel mit den Bemühungen, durch Einsatz von Medikamenten, funktioneller Handtherapie, psychologisch orientierten Techniken und Nutzung weiterer situationsangepasster Möglichkeiten, den Schmerz möglichst schnell zu lindern und in der weiteren Therapie zu einem Ergebnis zu kommen, welches die langfristige Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben wieder ermöglicht.
Das Ganztagsprogramm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurg, Schmerztherapeut und Psychologe im Team
- Standardisiertes psychologisches Screening und psychologisch geleitet Erlernen von Entspannungs- und Distanzierungstechniken
- Einsatz von Medikamenten, regionalen Anästhesien
- Wöchentliche Teambesprechung und tägliche Patientenvisite
- Angepasste Handtherapie, Sporttherapie, Werkstatt und arbeitsplatzbezogene Therapie
- Appartmentunterbringung , wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 3 Wochen (= 3 x 6 Tage)
Pauschalvergütung nach aktueller Preisliste
Modul G
CRPS – Komplexes Regionales Schmerzsyndrom
Das CRPS erfordert eine multimodale Diagnostik und Therapie.
Unser Ärzte- und Therapeutenteam sichert einen nahtlosen Ablauf aller Schritte zur Diagnosesicherung entsprechend den derzeit anerkannten Grundsätzen und die parallele Einleitung und Durchführung aller therapeutischen Schritte, die zur Beherrschung des Krankheitsbildes und der Abwendung bleibender Schäden beitragen können. Kern dieser ganzheitlichen Behandlung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachärzten mit der Spezialisierung Handchirurgie, Anästhesie, Schmerztherapie und Psychologie sowie ein konzentrierter Einsatz von ausgebildeten Fachphysiotherapeuten und Fachergotherapeuten mit der Spezialisierung Handtherapie und Schmerztherapie.
Das Ganztagsprogramm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurg, Schmerztherapeut und Psychologe im Team
- Standardisiertes psychologisches Screening und psychologisch geleitet Erlernen von Entspannungs- und Distanzierungstechniken
- Einsatz von Medikamenten, regionalen Anästhesien und physikalische Maßnahmen
- Angepasste Handtherapie, Sporttherapie, Werkstatt und arbeitsplatzbezogene Therapie
- Wöchentliche Teambesprechung und tägliche Patientenvisite
- Appartmentunterbringung, wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 3 Wochen (= 3 x 6 Tage)
Pauschalvergütung nach aktueller Preisliste
Modul H
Prothesenversorgung und Prothesentraining obere Extremität
Ein spezielles dreistufiges Reha-Programm mit den Abschnitten
- Vorbereitung auf die Versorgung mit Prothetik, Training der notwendigen Funktionen und Evaluierung der zweckmäßigen Prothesenversorgung
- Erlernen des Umgangs mit einer myoelektrische Prothese
- Aktiver Einsatz im privaten und beruflichen Alltag.
Das Ganztagsprogramm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen, Orthopädietechniker und Handtherapeuten
- Stumpfversorgung und Stumpfformung / Kompressionsbehandlungen
- MyoBoy-Training Ansteuerung, Signalverarbeitung
- Desensibilisierung / Sensibilisierung
- Myoelektrisches Prothesentraining
- Manuelle Therapie
- Manuelle Lymphdrainage
- Adaptierte Sporttherapie und Werkstatt
- wöchentliche Teambesprechung und tägliche Patientenvisite
- Appartmentunterbringung , wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 2 Woche
Pauschalvergütung nach aktueller Preisliste
Modul V
Die verbrannte Hand – Verbrennungsmedizinische-handtherapeutische Rehabilitation
Verbrennungsfolgen an den Händen, meist auch kombiniert mit weiteren Verbrennungsfolgen in anderen Körperregionen erfordern ein angepasstes Therapiekonzept. Neben der funktionellen Therapie und Wiedergewinnung der Funktion, welche im Vordergrund steht, spielen Entscheidungen über sekundäre Operationen, die Kompressionsbehandlung und die Haut-und Narbenpflege eine wesentliche Rolle für ein gutes Ergebnis.
Unser Team verfügt über Ärzte, welche langjährige Erfahrung in der Behandlung Schwerbrandverletzter mitbringen. Das gesamte Behandlerteam ist entsprechend geschult und den Anforderungen deshalb in besonderem Maße gewachsen.
Das Ganztagsprogramm umfasst:
- Steuerung der Therapie durch Handchirurgen / Verbrennungsmediziner
- Fachübergreifendes Screening durch Psychologen und Schmerztherapeuten
- Psychologische und schmerztherapeutische Reha-Begleitung
- manuelle Therapie und Lymphdrainage
- Spezielle Narbenpflge und Narbenmassagen
- Berücksichtigung der Verbrennungsfolgen am ganzen Körper
- Arbeitsplatzbezogenes Handfunktionstraining
- Handtherapie, Sporttherapie, Werkstatt
- Wöchentliche Teambesprechung und tägliche Patientenvisite
- Appartmentunterbringung, wenn keine Wohnortnähe vorliegt
Regeldauer 3 Wochen (= 3 x 6 Tage)
Pauschalvergütung nach aktueller Preisliste
